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KOF Bulletin Nr. 108, Juni 2017
Liebe Leserinnen und Leser,

Die Prognostiker gehen ins Weltall, so liesse sich der erste Beitrag im aktuellen Bulletin zusammenfassen. Nicht nur mit Indikatoren oder ökonometrischen Modellen, auch mit unserer Lichtstrahlung, die von Satelliten aus gemessen werden kann, lassen sich akkurate Wirtschaftsprognosen herstellen. Dies wird insbesondere dann interessant, wenn man Prognosen für spezifische Regionen erstellen möchte, für die einem keine «harten» Daten zur Verfügung stehen. Ein weiterer Beitrag untersucht, ob die Entwicklung eines Finanzsektors die Unterschiede bei den Regeln zur Abzugsfähigkeit von Fremdkapitalzinsen erklären kann. Es zeigt sich, dass Länder mit weniger entwickelten Finanzsektoren oftmals grosszügigere Abzugsfähigkeiten für interne Zinsaufwendungen zulassen. Weitere Beiträge im Bulletin beschäftigen sich mit dem Rahmenlehrplan für höhere Fachhochschulen, mit der Verbreitung von Airbnb in der Schweiz und mit sogenannten PEIA, präferenziellen wirtschaftlichen Abkommen zwischen verschiedenen Ländern.

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre
David Iselin, Solenn Le Goff, Anne Stücker

Hier finden Sie das neue Bulletin als PDF.

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Inhalt
• Die Konjunktur aus dem All prognostizieren
• Entwicklung Finanzsektor und die Regeln zur Abzugsfähigkeit von Fremdkapitalzinsen
• Ist der Rahmenlehrplan der Höheren Fachschulen für Wirtschaft aktuell?
• (Para-)Hotellerie vs. Airbnb
• Äpfel mit Äpfeln vergleichen
• KOF Geschäftslage: Leichte Aufhellung der Geschäftslage
• KOF Konjunkturbarometer fällt deutlich
Die Konjunktur aus dem All prognostizieren
Von Satelliten erfasste nächtliche Lichtdaten können nützliche Informationen zur aktuellen Wirtschaftsaktivität in den Ländern und Regionen der Erde geben. Sie dienen ausserdem zur Vorhersage künftiger Entwicklungen. In einem kürzlich veröffentlichten KOF Working Paper stellt Jaqueson K. Galimberti seine neue Forschung vor und berichtet von den vielversprechenden Ergebnissen des Einsatzes dieser innovativen Datenquelle für makroökonomische Bewertungen und Prognosen.
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Kann die Entwicklung des Finanzsektors die Unterschiede bei den Regeln zur Abzugsfähigkeit von Fremdkapitalzinsen erklären?
Die Verwendung firmeninterner Kredite, vergeben von einer Tochter in einem Niedrig- an eine andere Tochter in einem Hochsteuerland, ermöglicht es multinationalen Konzernen, Gewinne von Hochsteuer- in Niedrigsteuerländer zu verschieben, da Zinszahlungen auf Fremdkapital, im Gegensatz zu Eigenkapital, in der Regel steuerlich abzugsfähig sind. In einem neuen Papier erläutert Mohammed Mardan länderübergreifende Unterschiede in den Regeln zur Abzugsfähigkeit von Fremdkapitalzinsen.
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Ist der Rahmenlehrplan der Höheren Fachschulen für Wirtschaft aktuell?
Anhand einer regelmässigen Befragung von Studierenden und deren Arbeitgebern untersucht die KOF, ob der Rahmenlehrplan der Höheren Fachschulen für Wirtschaft an Aktualität verloren hat.
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(Para-)Hotellerie vs. Airbnb
Die KOF veröffentlicht halbjährlich eine Prognose für den Schweizer Tourismus. In der jüngsten Studie hat sie zudem eine Strukturanalyse der Bedeutung verschiedener Übernachtungskategorien vorgenommen, worunter die klassische Hotellerie, die Parahotellerie sowie Airbnb als eigene Kategorie fallen. Dabei zeigt sich: Bedeutung hat Airbnb vor allem in den Städten und in Regionen mit vielen Ferienwohnungen.
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Bei der Schätzung des Werts eines präferenziellen Marktzugangs Äpfel mit Äpfeln vergleichen
Den Erfolg politischer Entscheidungsträger bei der Ankurbelung des grenzüberschreitenden Handels in Zahlen zu erfassen ist wichtig. Dies aber in einer statistisch vertretbaren Form zu tun, ist alles andere als trivial. Peter Egger und Filip Tarlea präsentieren eine neue Methodik zur Identifikation des Kausaleffekts präferenzieller Abkommen über wirtschaftliche Integration.
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Indikatoren
KOF Geschäftslage: Leichte Aufhellung der Geschäftslage
Der KOF Geschäftslageindikator für die Schweizer Privatwirtschaft ist im Mai 2017 weiter leicht gestiegen. Damit legte der Lageindikator nun zum fünften Mal in Folge zu. Die Schweizer Konjunktur ist im Steigflug, wenn auch mit weniger Schubkraft als in den vergangenen Monaten.
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KOF Konjunkturbarometer fällt deutlich
Das Konjunkturbarometer der KOF fiel im Mai 2017 um 4.7 Punkte (von revidiert 106.3 im April) auf den aktuellen Stand von 101.6. Nach einer geringen Korrektur nach unten im letzten Monat brach der Indikatorwert nun deutlich ein. Mit einem Stand leicht über dem langfristigen Durchschnitt signalisiert das Barometer für die nähere Zukunft jedoch noch immer solide Wachstumsraten für die Schweizer Wirtschaft nahe am langfristigen Mittelwert.
Zur Medienmitteilung
Publikationen
Hier finden Sie alle aktuellen KOF Publikationen.
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Prognose
Hier finden Sie die wichtigsten Konjunkturdaten für die Schweiz (Stand März 2017).
Zur KOF Prognose
KOF News
KOF-ETH-UZH International Economic Policy Seminar with Rüdiger Bachmann
Systematic Monetary Policy and the Macroeconomic Effects of Shifts in Loan-to-Value Ratios, 29. Juni 2017
Weitere Informationen
Save the date: KOF Prognosetagung 2017
Am 5. Oktober 2017 findet die KOF Prognosetagung statt. Gastreferenten: Prof. Simon J. Evenett, Universität St. Gallen, und Prof. Dr. Tobias Straumann, Universität Zürich
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Ökonomenstimme
Die Ökonomenstimme ist die Diskussionsplattform für volkswirtschaftliche Fragen im deutschsprachigen Raum. Hier finden Sie eine Auswahl der jüngsten Artikel. Abonnieren Sie unseren Digest.
Wer wird Politiker?
Thomas Brändle und Alois Stutzer
Wie wirkt eine höhere Entschädigung für politische Ämter auf die "Qualität" der Kandidaten und was bewirken Unvereinbarkeitsregeln von Amt und Mandat? Wie dieser Beitrag zeigt, lässt sich der vermutet positiv Zusammenhang zwischen höherer Entschädigung und besser qualifizierten Politikern nur teilweise bestätigen. Es trifft indes zu, dass Unvereinbarkeitsregeln – wie erwartet – mit einem geringeren Anteil an öffentlichen Bediensteten in der Politik einhergehen können.
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Von Nichts kommt nichts – auch nicht Geld
Christian Müller
Wer erschafft Geld? Die Zentralbanken anscheinend nicht, wie dem Monatsbericht April 2017 der Deutschen Bundesbank zu entnehmen ist. Doch aus dem Nichts kommt das Geld auch nicht, wie dieser Beitrag zeigt.
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Das Geld aus dem Nichts
Dirk Ehnts
Im Monatsbericht April 2017 erklärt die deutsche Bundesbank «Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess» und kommt zu dem Schluss, «dass die Kreditvergabe grundsätzlich ohne vorherige Zuflüsse von Kundeneinlagen stattfinden kann». Diese revolutionäre Einsicht wird die Universitäten zwingen, neue Lehrbücher in Makroökonomie anzuschaffen, wie dieser Beitrag zeigt.
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